Sportstätten | 29.11.2016

Aktueller Sachstand Sportanlage Hackenberg

Auf der Basis der bekannten Entwurfsplanung aus 2013 und des erarbeiteten Bebauungsplanentwurfs zum Sportzentrum Hackenberg wurde mit dem Bürgerforum der erste Beteiligungsschritt im Bebauungsplanverfahren erfolgreich durchgeführt. Die von den Bürgerinnen und Bürgern in der frühzeitigen Beteiligung geäußerten Wünsche und Bedenken wurden ernst genommen. Diese betrafen im Wesentlichen die Parkplatzsituation, den Verkehr und den Lärmschutz. Die hiernach erfolgte Überarbeitung und wesentliche Verbesserung der Plankonzeption beinhaltete die Erhöhung der Stellplätze von bisher 120 auf 325. Zudem wurde bestätigt, dass die verkehrliche Situation auch im DOC-Betrieb funktioniert.

Da die relevanten Fachgutachten der Stadtverwaltung nun vorliegen, wäre eine Offenlage im Bebauungsplan jetzt möglich. Dennoch hat der Verwaltungsvorstand beschlossen, dass das Konzept vor einer Offenlage noch weiter optimiert werden soll. Denn mit dem aktuellen Planungsstand ist zwar der Trainingsbetrieb zu allen Zeiten und auf allen Plätzen der Sportanlage möglich. Auch auf den südlichen Plätzen bestünden keine Einschränkungen für Turnier- und Ligaspiele. Allerdings könnten im zukünftigen Stadion aufgrund des Immissionsschutzes Turnier- und Ligaspiele an Sonntagen zwischen 13 und 15 Uhr nicht stattfinden. Und außerdem müssten die Abendspiele grundsätzlich vor 19 Uhr beginnen.

Da derartige Einschränkungen für die Nutzerinnen und Nutzer im Schul- und Vereinssport der Sportanlage und angesichts einer Investition von mehr als 10 Millionen Euro nicht akzeptabel wären, soll die Planung lärmtechnisch weiter optimiert werden, damit ein möglichst uneingeschränkter Spiel-, Turnier- und Ligabetrieb unter Gewährleistung des Immissionsschutzes für die Anwohnerinnen und Anwohner auf allen Plätzen stattfinden kann. Für die Optimierung der aktuellen Variante mit 325 Stellplätzen wird daher die Aufteilung des Funktionsgebäudes in zwei Gebäudeteile mit der Platzierung der Lagerräume im Norden der Tribüne und der Beibehaltung der Räume für den Spielbetrieb und das Vereinsleben im südlichen Teil des Stadions erforderlich sein. Zudem ist eine Verschiebung des Spielfeldes um etwa 3 bis 4 Meter nach Süden erforderlich und die Absenkung des Spielfeldes wird erwogen. Auf dieser Basis der optimierten Planung, die dem Fachausschuss im Februar vorgelegt wird, soll dann das Planverfahren weiter durchgeführt und zügig abgeschlossen werden.

Im Ergebnis soll eine vollumfänglich nutzbare Sportanlage entstehen. Die hier im Sinne des Remscheider Sportes zu erzielenden Optimierungen gegenüber dem jetzigen Planungsstand machen die nun anstehende zusätzliche „Zeitschleife“ von ca. 2 bis 3 Monaten vertretbar. „Im Gegenteil, diese Chance jetzt nicht zu nutzen, erscheint grob fahrlässig“, so die einhellige Meinung des Remscheider Verwaltungsvorstandes.